Produktinformationen "Thom, Sven van - Ins Gras (2LP)"
Der Berliner Singer-Songwriter Sven van Thom hat seine thematisch vielschichtigste und musikalisch abwechslungs - reichste Platte aufgenommen: In Zeiten von Selbstoptimierung, dem perfekten Lächeln auf Social Media und der Jagd nach ewiger Jugend und Schönheit, möchte ich mich für die bedingungslose Inklusion des Scheiterns aussprechen. Die 16 Stücke von Ins Gras sind gleichermaßen unterhaltsam und gesellschaftskritisch, politisch und privat, klug und albern, schonungslos und empathisch. Mit anderen Worten: Sven van Thom legt den Finger in die Wunde und reicht das lindernde Pflaster gleich hinterher. Das Eröffnungsstück von Ins Gras, eine musikalische Verbeugung vor Scott Walkers Jacques-Brel-Cover Jackie, verkündet: Die Luft hier, sie wird immer dünner! Der fidele Pessimismus klingt ebenso nach routinierter Resignation wie nach Koketterie. Im bittersüß beschwingten, von Harfe und Flöten dekorierten Titeltrack heißt es: Jeder beißt einmal ins Gras.
Tracks: 01. Die Luft 02. Ins Gras 03. Das schönste Lied der Welt (feat. Karl die Große) 04. Hoch die Tassen, Prost! 05. Staubsaugerarm 06. Wütend auf junge Menschen 07. Lied für Dein gebrochenes Herz (feat. Suzie Kerstgens) 08. Der Life-Coach 09. Immer wieder 10. Buddha aus Beton 11. Abhängig von Globuli 12. Plazenta im Tiefkühlfach 13. Ich kann mich nicht entscheiden 14. A Dark Place (feat. Ina Simone Mautz) 15. Anzug, Schlips & Brille 16. Auf den Mund
Nachdem sich Sven van Thom in den vergangenen Jahren in erster Linie um seine Actionlesung Tiere streicheln Menschen gekümmert hat, die er gemeinsam mit seinem Showpartner Martin Gotti Gottschild überaus erfolgreich auf den Bühnen der Republik und auf dem Potsdamer Rundfunksender RadioEins präsentiert, erscheint in der Hitze des Sommers 2015 nun endlich das dritte Soloalbum des drolligen Brillenträgers. So geht gute Laune heißt es. Und wer in der Vergangenheit Sven van Thoms sarkastische Sichtweise auf Mensch und Gesellschaft schätzen oder gar lieben gelernt hat, der wird aufgrund der fast schon überschwänglichen Aussage des Albumtitels vielleicht ein wenig verwirrt sein und sich fragen, woher denn dieser plötzliche Optimismus und diese Lebensfreude rühren. Aber keine Sorge! So geht gute Laune… dahin. Würde man jeden einzelnen Text auf dieser Platte auseinandernehmen, man würde feststellen, dass der Fokus ausnahmslos auf den Schattenseiten des Daseins liegt. Doch so finster die beschriebenen Beziehungstragödien auch sein mögen, Sven van Thom schafft es regelmäßig mit gekonntem Wortwitz und dem ein oder anderen Quatsch unter der Gürtellinie (Chrysanthemen, Herpes) immer wieder, den Hörer ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Schlechte Laune als textliches Vehikel für gewitzte Pöbeleien und gekonnte Reime. Auch musikalisch bietet So geht gute Laune an vielen Stellen einen Blick zurück. Gitarren, Banjo, Ukulele, Glockenspiel, Mellotron-Streicher und -Chöre vermischen sich zu einem warmen Sound, der immer wieder an die Popmusik der späten Sechziger des vergangenen Jahrhunderts erinnert.
Tracks: 01. Gut für gar nichts 02. Rauchen Saufen Kinderkriegen 03. Nicht schon wieder Sommer 04. So geht gute Laune 05. Einfach weitermachem 06. Wenn keiner auf Dich wartet 07. Ich brauch die Gefahr 08. Chrysanthemen 09. Ich hab mich nicht getraut 10. Nimm den Topf vom Herd 11. Dröge Jugend 12. Beeil' Dich, Zeit 13. Schablone 14. Herpes 15. Was willst du denn mit dem? 16. Die neuen Nachbarn
Nachdem sich Sven van Thom in den vergangenen Jahren in erster Linie um seine Actionlesung Tiere streicheln Menschen gekümmert hat, die er gemeinsam mit seinem Showpartner Martin Gotti Gottschild überaus erfolgreich auf den Bühnen der Republik und auf dem Potsdamer Rundfunksender RadioEins präsentiert, erscheint in der Hitze des Sommers 2015 nun endlich das dritte Soloalbum des drolligen Brillenträgers. So geht gute Laune heißt es. Und wer in der Vergangenheit Sven van Thoms sarkastische Sichtweise auf Mensch und Gesellschaft schätzen oder gar lieben gelernt hat, der wird aufgrund der fast schon überschwänglichen Aussage des Albumtitels vielleicht ein wenig verwirrt sein und sich fragen, woher denn dieser plötzliche Optimismus und diese Lebensfreude rühren. Aber keine Sorge! So geht gute Laune… dahin. Würde man jeden einzelnen Text auf dieser Platte auseinandernehmen, man würde feststellen, dass der Fokus ausnahmslos auf den Schattenseiten des Daseins liegt. Doch so finster die beschriebenen Beziehungstragödien auch sein mögen, Sven van Thom schafft es regelmäßig mit gekonntem Wortwitz und dem ein oder anderen Quatsch unter der Gürtellinie (Chrysanthemen, Herpes) immer wieder, den Hörer ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Schlechte Laune als textliches Vehikel für gewitzte Pöbeleien und gekonnte Reime. Auch musikalisch bietet So geht gute Laune an vielen Stellen einen Blick zurück. Gitarren, Banjo, Ukulele, Glockenspiel, Mellotron-Streicher und -Chöre vermischen sich zu einem warmen Sound, der immer wieder an die Popmusik der späten Sechziger des vergangenen Jahrhunderts erinnert.
Der drollige Brillenträger (mit Gotti auch Tiere streicheln Menschen) produzierte für die Kolumne bei Radio Zwei auf Radio Eins Lieder, die das Tagesgeschehen von Social Media über Politik bis Rettungsgasse ziemlich putzig aufs Korn nehmen. Wenn’s mal wieder etwas alberner sein darf, und wenn die melancholischen Zwischentöne dabei nicht fehlen dürfen, dann ist es Zeit für Sven van Thom. Wäre er ein Superheld, dann wäre seine geheime Kraft wohl das Emotionsschütteln: Jene Superpower, die es van Thom erlaubt, seine Opfer innerhalb von Sekunden vom herzhaften Lachen zum traurigsten Herzschmerz und wieder zurück zu jagen. Nachdem er sich 2019 vor allem auf das Spielen von Kinderkonzerten konzentriert hat und nebenher unermüdlich neue Songs für sein comedyhaftes Programm Tiere streicheln Menschen schreibt, das er seit vielen Jahren gemeinsam mit seinem Partner Martin Gotti Gottschild erfolgreich auf die Bühne bringt, geht Sven nun wieder einmal solo auf Tour und präsentiert nicht nur die Klassiker seines Schaffens, sondern auch einige Höhepunkte aus seiner RadioEins-Rubrik Pudding mit Frisur, für die er bis Anfang 2019 mehr als 80 Songs geschrieben und produziert hat. Und so hat er auch seine aktuelle CD Pudding mit Frisur, Teil III im Gepäck (Veröffentlichung im Herbst 2019 bei Loob Musik), ein Album, das uns lehrt, wie langweilig Fußball wirklich ist (Dann trete ich den Ball) und warum die Burka das verkannteste Kleidungsstück der Welt ist (Baby, zieh die Burka an). Für Freunde deutschsprachiger Unterhaltungskunst mit Witz und Tiefgang ist der Besuch eines Sven van Thom-Konzertes ein Muss. Und wenn er dann auch noch anfängt zu tanzen, ist die Welt plötzlich sofort wieder in Ordnung. Sven van Thom ist Musiker. Pudding mit Frisur, Teil 3 (2019) LOOB Pudding mit Frisur, Teil 2 (2018) LOOB Pudding mit Frisur, Teil 1 (2017) LOOB So geht gute Laune (2015) LOOB Ach! (2012) ROOF Music Phanthomschmerz (2008) Warner
Tracks: 1. Facebook bis einer weint 2. 27 Backpfeifen 3. Wenn das Andrea Nahles schafft 4. Kreuz 5. Feiermonat Mai 6. Ohne Hans Beimer 7. Fußballspieler 8. Wurzeln 9. Urlaubskind am Meer 10. In Potsdam lebt man gefährlich 11. Kuschelkurs in Singapur 12. Dann trete ich den Ball 13. Niqab auf, let's go! 14. Asyltourist im Transitzentrum 15. Baby, zieh die Burka an
Liebe & Depression sind nur vermeintlich ein ungleiches Paar. Beide wollen ans Steuer, wollen vereinnahmen, expandieren, Leben verändern. Sven van Thom widmet sich auf seinem 4. Album den daraus resultierenden emotionalen Ausnahmesituationen. Diese beiden Gefühlszustände haben für mich in ihrer Kombination etwas Reizvolles. Das Helle und das Dunkle dicht beieinander – das ist etwas, das sich thematisch durch mein ganzes Schaffen zieht. Die anrührende Ernsthaftigkeit und der vergleichsweise nur marginale Komik-Anteil sind allerdings neu in diesem Schaffen, denn der Berliner Singer-Songwriter war bislang eher als Sympathisant von Humor und charmanten Albernheiten bekannt. Humoristische Künstler haben ja nicht selten eine grüblerische, melancholische Seite. Genau diese wollte ich endlich mal ausführlich und unzensiert zu Wort kommen lassen, verrät er. In 12 eindringlichen Episoden erzählt van Thom von der beginnenden Liebe, genauso wie von ihrem Weiterziehen. Er zeichnet mit trügerischer Ausgelassenheit das verheerende Verleugnen einer seelischen Schieflage nach (Danke, gut) und singt eine Ode an den serpentinenreichen Umweg zum Glück (Die ganze Zeit). In Darüber kann ich nicht lachen beleuchtet er die bittere Erkenntnis gesellschaftlicher Düsternis, die in ihrem subjektiven Empfinden existenzieller Bedrohung einer Depression erschreckend nahekommt. Es geht gleichermaßen um den unabwendbaren Aufprall, wie um die Liebe als Sprungtuch. Sie ist immer noch hier, heißt es im Finale. Die Liebe? Die Depression? Die Antwort steht zwischen den Zeilen.
Tracks: 1. Verlieb Dich bloß nicht in mich 2. Dass es knallt 3. Darüber kann ich nicht lachen 4. Heute werde ich Dich wiedersehen 5. Die ganze Zeit 6. Selten 7. Ich bin nicht die, die weint 8. Danke, gut! 9. Wie erwartet 10. OK 11. Gute Nacht 12. Sie ist immer noch hier
Der Berliner Singer-Songwriter Sven van Thom hat seine thematisch vielschichtigste und musikalisch abwechslungs - reichste Platte aufgenommen: In Zeiten von Selbstoptimierung, dem perfekten Lächeln auf Social Media und der Jagd nach ewiger Jugend und Schönheit, möchte ich mich für die bedingungslose Inklusion des Scheiterns aussprechen. Die 16 Stücke von Ins Gras sind gleichermaßen unterhaltsam und gesellschaftskritisch, politisch und privat, klug und albern, schonungslos und empathisch. Mit anderen Worten: Sven van Thom legt den Finger in die Wunde und reicht das lindernde Pflaster gleich hinterher. Das Eröffnungsstück von Ins Gras, eine musikalische Verbeugung vor Scott Walkers Jacques-Brel-Cover Jackie, verkündet: Die Luft hier, sie wird immer dünner! Der fidele Pessimismus klingt ebenso nach routinierter Resignation wie nach Koketterie. Im bittersüß beschwingten, von Harfe und Flöten dekorierten Titeltrack heißt es: Jeder beißt einmal ins Gras. Vergänglichkeit, Älterwerden, der Lauf der Zeit – das ist ein weiterer roter Faden dieser Platte, jedoch, anders als beim Vorgänger Liebe & Depression (2021), ohne Konzeptalbum-Anspruch. Die agile Darkwave-Persiflage Staubsaugerarm trifft auf den sich sanft aufbäumenden Kammerpop von Wütend auf junge Menschen, beide widmen sich ebenso hingebungsvoll wie heiter dem eigenen Verfall. Der Life-Coach will uns seine Optimierungs-Formel andrehen, scheitert am Ende aber selbst kläglich – ganz im Gegensatz zur geglückten Eels-Referenz in van Thoms Arrangement. Auch die Powerpop-Nummer Ich kann mich nicht entscheiden ragt heraus: 1966 wäre es vielleicht ein Hit geworden, lacht er. Mit seiner ehemaligen Band Sofaplanet landete van Thom vor 25 Jahren tatsächlich einen Top-10-Hit. Und seine Sixties-Hommage-Kapelle Beatplanet wurde sogar ins Vorprogramm von Die Ärzte eingeladen. Die opulente Ballade A Dark Place zelebriert, sich in einer langjährigen Beziehung immer wieder füreinander zu entscheiden. Das Duett wurde von Rolling Stone-Autorin Ina Simone Mautz komponiert, der Text gemeinsam mit van Thom geschrieben. Für zwei weitere Stücke hat er sich weibliche vokale Unterstützung eingeladen: Mit Wencke Wollny (Karl die Große) singt er Das schönste Lied der Welt, mit Suzie Kerstgens von der Kölner Band Klee das Lied für Dein gebrochenes Herz. Van Thoms Faible für Duette ist schnell erklärt: Die Platten von Nancy Sinatra & Lee Hazlewood gehören seit Jahrzehnten zu den schönsten Schätzen in meiner Plattensammlung!
Tracks: 01. Die Luft 02. Ins Gras 03. Das schönste Lied der Welt (feat. Karl die Große) 04. Hoch die Tassen, Prost! 05. Staubsaugerarm 06. Wütend auf junge Menschen 07. Lied für Dein gebrochenes Herz (feat. Suzie Kerstgens) 08. Der Life-Coach 09. Immer wieder 10. Buddha aus Beton 11. Abhängig von Globuli 12. Plazenta im Tiefkühlfach 13. Ich kann mich nicht entscheiden 14. A Dark Place (feat. Ina Simone Mautz) 15. Anzug, Schlips & Brille 16. Auf den Mund